20.10.2015

Bericht über die LeseWerkstatt in der Bücherei in der Arche

Bild HexenhüteKurz vor den Sommerferien in NRW beendeten wir wieder einmal ein erfolgreiches „Semester“ unserer LeseWerkstatt.

Die LeseWerkstatt ist ein Angebot unserer Evangelischen Öffentlichen Bücherei in der Arche in Meckenheim an die Offene Ganztagsschule – OGS – in der Gemeinschaftsgrundschule ganz in unserer Nähe (die Klassen dieser Schule besuchen uns übrigens regelmäßig mit ihren Klassenlehrerinnen mittwochvormittags, um Klassenlektüre – auch für den schulischen Sachunterricht – und Eigenlektüre auszuleihen bzw. zurückzubringen.

Diese Kurse laufen 2x jährlich, jeweils über 5 Monate und jeden Mittwochnachmittag je eine Stunde, die Kinder sind zwischen – jeweils zwei Jahrgänge – 6 und 10 Jahre alt. Maximal 10 Kinder können sich zu unserem Angebot anmelden. Da die Sprach- und Lesefähigkeiten bei den Kindern aller Klassen sehr unterschiedlich sind, können wir Mitarbeiterinnen nicht mehr Kinder betreuen.

Die Kinder werden um 15.00 Uhr in die Bücherei gebracht und um 16.00 Uhr wieder abgeholt (die LeseWerkstatt sollte in jedem Fall in der Arche stattfinden, das war unser Wunsch).

Ja, und wie gestalten wir nun diese Stunde? Unsere vornehmste Aufgabe sehen wir natürlich darin, mitzuhelfen, diesen Kindern mit dem Medium Buch Sprach- und Lesekompetenz zu vermitteln, auch mit Sprache ein wenig zu spielen. Sie mögen mit unseren Anregungen entdecken, wie bunt und vielfältig die Welt in Büchern ist und wie bereichernd. Wir verpacken diese Hilfe in sehr unterschiedliche Angebote, mit größtmöglicher Beteiligung aller Kinder, auch den leseschwachen.

Für jedes „Semester“ überlegen sich die Mitarbeiterinnen in der Vorbereitung ein Thema, bzw. legen den roten Faden fest. Als festes Ritual gehört dazu, eine Geschichte vorzulesen oder auch lesen zu lassen. Dies fordert uns allen – Vorlesern und Kindern – Rücksicht und Geduld ab. Es folgt dann in der Regel eine kleine Aktion für alle Kinder. Die Jahreszeiten geben uns Anregungen zu vielen Gestaltungsmöglichkeiten, ein paar Beispiele:

  • In den Herbstferien übten wir ein Weihnachtsspiel ein und führten dies kurz vor Weihnachten in der Schule vor allen OGS-Kindern auf (war nicht ganz konfliktfrei!)
  • In der Karnevalszeit bastelten wir passend zum Lesestoff „Hexenhüte“. Die Kinder entschieden nach Lektüre einiger Bastelbücher selbst, was sie basteln wollten.
  • Für die Osterzeit suchten die Kinder in Kochbüchern nach Rezepten für einen Osterkranz, den wir dann auch miteinander (10 kleine wurden es!) gebacken haben. Begleitend dazu hörten und erzählten wir von Osterbräuchen.
  • Für den Frühling nahmen wir uns Bücher zum Geschehen der Natur in Wald, Feld und Flur vor, aus aktuellem Anlass (Nepal) kamen Bücher zu Naturkatastrophen hinzu.

Sind die Kinder sehr unruhig  (kommt häufiger vor) üben wir Abzählverse ein und wenden sie gleich beim Versteckspielen im Vorraum der Bücherei an. Auch eine Rätsel-, Tisch- spiele- oder Zungenbrecherrunde lassen sich dann gut unterbringen und sind beste Sprachübungen.

Für uns Mitarbeiterinnen ist es nicht immer einfach, diese quirlige, neugierige kleine Bande so zu beschäftigen, dass alle erfüllt und zufrieden nach Hause gehen, die Kinder und wir Großen.

Sigrid Deichmann

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