13.01.2018

Ein Krankenhaus ohne Bücherei ist für mich nicht vorstellbar!!

„Warum ich unsere Krankenhausbücherei für unverzichtbar halte?“ – diese Frage beantwortet Pfarrerin Klaudia Schmalenbach, Seelsorgerin am Evangelischen Krankenhaus in Mülheim an der Ruhr, mit drei Sätzen und ebenso vielen Ausrufezeichen:

„Bücher bieten eine Auszeit von der Krankheit!“ Denn in der 10. Etage des Krankenhauses öffnet die Bücherei an fünf Tagen in der Woche und lädt zum Verweilen und zur Ausleihe von aktueller und klassischer Literatur ein. In einer gemütlichen Leseecke mit zwei Ohrensesseln nutzen Patientinnen und Patienten eine Lese-Auszeit vom Krankenzimmer und Klinikalltag, manchmal auch für ein Gespräch mit ehrenamtlich wirkenden „Grünen Damen“, die die Bücherei führen. „Meine Büchereidamen sind auch Seelsorgerinnen und tragen zur Genesung bei“, so die Theologin weiter. Doch nicht nur Patientinnen und Patienten nutzen die Bücher und Hörbücher, sondern auch die Mitarbeitenden, die eine Pause für einen kleinen Plausch mit den einfühlsamen Ehrenamtlichen nutzen. „Die Bücherei ist auch eine Einrichtung der Psychohygiene!“ Und da an den über zehn Öffnungsstunden – verteilt auf fünf Wochentage – neben der Bücherei auch die Krankenhauskapelle geöffnet ist, nutzen manche Kranke den Besuch in der 10. Etage, um nicht nur etwas zum Lesen oder Hören auszuleihen, sondern einen Moment in der Kapelle bei schöner Musik zu verweilen.

„Ein Krankenhaus ohne Bücherei ist für mich nicht vorstellbar!!“ Dieses Fazit ist Pfarrerin Schmalenbach gleich zwei Ausrufezeichen wert.

ly

Kommentare

Ich bewundere Ihre wichtige Arbeit!
Viele Grüße Helene Schäuble

Ich kann das bestätigen.
Die Patienten schätzen die beruhigende Atmosphäre in unserer Patientenbücherei, sie finden hier Entspannung vom Krankenhausalltag.
Bei einem Besuch mit dem Bücherwagen auf dem Patientenzimmer äußerte sich eine, von dem Service begeisterte, Patientin: „Bücher helfen heilen“.
Das bleibt unser Motto.

Harriet Eichhorn
Patientenbücherei des
Florence-Nightingale-Krankenhaus
Düsseldorf

Ich finde es toll, dass Sie den Menschen, die sich im Krankenhaus erholen müssen, einen Ort zur Beruhigung und die Möglichkeit zu einem Gespräch geben. Es ist schön, zu lesen, dass diese wichtige Aufgabe in unserer Zeit noch nicht in Vergessenheit geraten ist!
Alles Gute für Ihre Arbeit,
Judith Schumacher

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